© sonnengrau® by TANJA SALKOWSKI

  • Grey Facebook Icon
  • Grey YouTube Icon
  • Grey Instagram Icon
Schön, dass du da bist

Ich heiße Tanja Salkowski. 2008 erhielt ich die Diagnose rezidivierende, mittelschwere Depression. Seitdem schreibe ich und rede darüber.

  • Grey Facebook Icon
  • Grey YouTube Icon
  • Grey Instagram Icon

Bekannt aus:

Bestelle jetzt mein Buch/Hörbuch.
(Auch als eBook erhältlich)
SONNENGRAU
ICH HABE DEPRESSIONEN
- NA UND?
Andere Beiträge
Please reload

Archiv
Please reload

Nach Stichworten suchen

Hör' damit auf, dir selbst im Weg zu stehen

29.01.2018

 

 

"Die anderen verstehen mich doch eh nicht", höre ich oft von depressiven Menschen. Dicht gefolgt von "Das ist aber nicht so einfach." Das sind zwei typische Sätze, von denen ich behaupten würde, dass sie jeder Betroffene mal irgendwann in seiner Krankheitsgeschichte garantiert sagen wird. Vielleicht nur einmal, vielleicht aber auch in Dauerschleife. Ich selbst habe sie auch gesagt. Und nun höre ich sie seit 5 Jahren von den anderen. Tag für Tag. 

 

"Die anderen verstehen mich doch eh nicht"...nein verdammt! Wie sollen sie auch? Verstehst du einen Menschen mit einer schweren Krebserkrankung oder mit Diabetes? Verstehst du als Kinderloser eine alleinerziehende Mutter? Verstehst du einen Multi-Millionär, warum er 78 Autos benötigt? Oder verstehst du einen Obdachlosen, der täglich betteln geht, während du bei Nudeln mit Tomatensoße in deinem warmen Nest hockst? Nein, du kannst es nicht verstehen! Nein, du kannst es auch noch nicht einmal nachvollziehen oder es dir imaginär vorstellen. Niemand, der nicht selbst erlebt, kann andere mit dieser Geschichte verstehen. Man kann Mitgefühl empfinden und aussprechen. Aber solange du nicht in dieser Situation bist, wirst du nicht genauso denken, fühlen und handeln, wie der andere. 


Und nun hast du die scheiß Depression. Ja, es ist zum Kotzen! Und du zeigst mit dem Finger auf deine Umgebung. "Sie verstehen mich nicht." Ja, ganz genau! Sie verstehen dich nicht. Weil sie diese Krankheit nicht haben. Also, richte nicht über sie. Und erwarte nichts von ihnen.

Gib ihnen wenigstens die Chance, dir zuzuhören. Und gib ihnen wenigstens die Chance, dir auf irgend eine Art und Weise  zu helfen, wenn sie denn möchten. Aber dann habe auch die Geduld dafür und erkläre es ihnen. Das Warum und Weshalb und das Was. Sie werden dich vielleicht weiterhin nicht verstehen. Aber das macht nichts. Wichtig ist, dass sie da bleiben. Und wichtig ist, dass du dich auf dich konzentrierst und dir medizinische Hilfe holst.

 

Vergeude deine Energie nicht dafür, über andere zu urteilen. Du möchtest doch selbst nicht, dass es jemand mit dir tut, oder? Und vergiss nie: Angehörige und Freunde stecken genauso in der Scheiße wie du. Für dein Umfeld ist eine Depression ebenso äußerst anstrengend und krankmachend. Nicht umsonst gibt es mittlerweile Selbsthilfegruppen für Angehörige psychisch Kranker. Also, Ihr sitzt im selben Boot! Paddelt gemeinsam! Mit Respekt und Toleranz. Mit Geduld und viel Liebe. 

 

Und ja, es ist nicht einfach. Niemand hat gesagt, dass ein solcher Weg einfach ist. Aber du kannst entscheiden: Möchtest du dir täglich das Mantra aufsagen, dass alles nicht so einfach ist und liegen bleiben? Oder möchtest du Veränderung und wieder Freude verspüren? Entscheide jetzt! Und dann nimm die erste, nicht so einfache Hürde. Aber sie ist definitiv machbar. Und mit jeder Hürde wird es leichter. Das garantiere ich dir. 

 

Deine Gedanken lenken deine Emotionen und dein Handeln.

Höre damit auf, deinen Kopf mit negativer Energie zu füttern. Versuche es doch zur Abwechslung mal mit einem "Ich schaff das!". 

 

 

 

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf Facebook teilen
Please reload

Please reload