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Ich heiße Tanja Salkowski. 2008 erhielt ich die Diagnose rezidivierende, mittelschwere Depression. Seitdem schreibe ich und rede darüber.

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5 Tipps gegen die Einsamkeit

22.01.2018

 

 

Depressionen verschaffen einem nicht gerade viele Freunde. Also, nicht im ersten Moment. Denn nach einem "Outing" kann es passieren, dass der Freundeskreis plötzlich etwas schrumpft. Die einen wollen damit nichts zu tun haben und weiterhin auf der Friede-Freude-Eierkuchen-Welle surfen, die anderen haben Angst vor dir, weil sie fehlinformiert sind und die dritten waren bis dato eh nur in deinem Leben, weil sie stets genommen haben, statt zu geben (Tipp von mir: auf die kannst du sowieso gut und gerne verzichten). Mit Schmerz und Leid möchte man sich nunmal nicht abfinden. Der Mensch muss funktionieren. Grinsen, grinsen, grinsen. Egal, was kommt. Aber ich möchte nicht alle über einen Kamm stülpen. Es gibt auch Menschen, die bleiben und Freundschaft leben, wie du sie verdienst. 

 

Aber jetzt kommt ein Teufelskreis: Man ist schon seelisch krank. Dadurch verschwinden einige Menschen aus deinem Leben. Oder du vernachlässigst deine Kontakte, weil du nicht anders kannst. Dein soziales Umfeld verringert sich. Ergo: Du wirst einsam. Und Einsamkeit fördert wiederum große, psychische Belastungen. Scheiße, was?

In Großbritannien wurde jüngst ein Ministerium eingerichtet, das sich um die Einsamkeit der Briten kümmern soll. Sensationell! In Deutschland fühlen sich vier von fünf Bürgern einsam. Die Ursachen dafür sind sehr verschieden und rangieren von gesellschaftlichen bis hin zu persönlichen Faktoren: Fordernde Jobs, Umzug, Erkrankungen oder Trennungen. Ebenso gibt knapp die Hälfte an, sich manchmal aus einer spontanen Stimmung heraus einsam zu fühlen. 36 Prozent sind selbstkritisch und sehen die Ursache in ihrem eigenen Charakter. Demgegenüber geben nur 15 Prozent anderen Menschen die Schuld an ihrer Einsamkeit. 

 

Also, ok. Die Entscheidung liegt bei uns. Wir können uns verkriechen und die Welt verachten oder wir können den eigenen Allerwertesten hochkriegen und etwas gegen Einsamkeit unternehmen. Fakt ist: Wir brauchen Menschen um uns herum, damit es uns gut geht. Auch in schlechten Zeiten. Keine Widerrede! Auch, wenn du gerne manchmal alleine bist. Ja, mal alleine sein ist auch vollkommen wichtig und in Ordnung. Aber einsam sein, muss nicht sein. 

 

Und hier kommen meine 5 Tipps gegen die Einsamkeit:

 

1. Sei dein eigener bester Freund

Es hat gerade keiner Zeit für dich? Doof, aber macht nichts. In solchen Momenten kann man eine riesige Chance ergreifen, nämlich die, dass man etwas Gutes für sich tut. Du bist jetzt die Hauptfigur und du darfst dir etwas wünschen, was du dir selbst erfüllst. Was hast du schon lange nicht mehr getan? Was könntest du dir jetzt gönnen? Eine Runde Shoppen gehen? Ein warmes Bad mit viel Schaum und Kerzenschein? Mal wieder ein gutes Buch lesen? Ein Spaziergang durch den Park? Eine ganze Tafel deiner Lieblingsschokolade essen? Oder mal dein Leibgericht kochen? Such dir etwas aus und genieße es. Du bist wertvoll. Du darfst gut zu dir sein. 

 

2. Begib dich auf die Suche nach Gleichgesinnten

Nimm ein weißes Blatt Papier und schreibe alle deine Hobbies, Interessen und Träume auf. Zum Beispiel sowas wie: Kochen, Backen, Nähen, Lesen, Schreiben, Filme, Auto schrauben, Musik, Two and a half man, Harry Potter, Schlittschuhlaufen, Ohrringe sammeln, Kuchen essen, Zeichnen, mal auf Weltreise gehen etc. 
Suche anschließend in der realen und in der virtuellen Welt nach Gleichgesinnten. Durchstöbere zum Beispiel deine lokalen Zeitungen und Stadtmagazine. Meistens finden sich darin Anzeigen von diversen Freizeit- und Interessensgruppen in deiner Nähe oder von Menschen, die mit anderen in Kontakt treten möchten, um ein Hobby zu teilen. Oder schaue doch mal im VHS Programm deiner Stadt nach. Vielleicht interessiert dich ein bestimmter Kurs?
Auch bei Facebook gibt es unzählige Gruppen für die verschiedensten Themen. Logge dich ein und finde dort Menschen, mit denen du dich austauschen kannst. 

 

3. Suche dir ein Ehrenamt

Es gibt sicherlich auch in deiner Umgebung zahlreiche Einrichtungen, die ehrenamtliche Hilfe gut gebrauchen können. Ob es das Tierheim ist, die Kita, die kirchliche Gemeinde, die Tafel, eine Einrichtung für Obdachlose oder Flüchtlinge oder der Umweltverein, der den Stadtpark säubert. Für jeden ist etwas dabei. Ein Ehrenamt auszuüben ist eine tolle Sache. Du kommst raus, tust etwas Sinnvolles und triffst andere, nette Menschen, die sich ebenso engagieren. 

 

4. Frag doch mal nach

Du findest die eine Arbeitskollegin eigentlich total nett? Oder den Nachbarn um die Ecke, der dich immer so freundlich anlächelt? Oder den Kumpel von dem Kumpel, dem du ab und zu begegnest und ein flüchtiges "Hallo" zuschießt? Klasse! Dann spring über deinen Schatten und lade diese Person das nächste Mal zum Kaffee oder zu 'ner Cola ein. Mehr als NEINsagen kann sie ja nicht. Vielleicht möchte dich dein Gegenüber ja auch mal gerne kennenlernen, aber traut sich ebenso nicht, dich anzusprechen. Also bist du jetzt dran. Versuch es und gehe den ersten Schritt. Vielleicht ist das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft. 

 

5. Hilf dir mit Selbsthilfe 

Für fast jedes Thema gibt es mittlerweile Selbsthilfegruppen - auch in deiner Nähe. Vielleicht überlegst du dir mal, welche Gruppe ganz gut zu dir passen könnte. Eine zum Austausch über deine Depression? Oder eine Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Eltern? Oder eine für Angststörungen? Oder eine für Einsame? Oder eine nur für Frauen/Männer?  Viele Selbsthilfegruppen werden von erfahrenen Menschen moderiert und geleitet. Und es gibt viele, die sich auch außerhalb der Gruppenstunde treffen und etwas gemeinsames unternehmen. Hier besteht also auch potentiell die Chance, Freundschaften zu schließen. Bei NAKOs gibts eine bundesweite Liste über sämtliche Selbsthilfegruppen >> Hier klicken und suchen

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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