© sonnengrau® by TANJA SALKOWSKI

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Ich heiße Tanja Salkowski. 2008 erhielt ich die Diagnose rezidivierende, mittelschwere Depression. Seitdem schreibe ich und rede darüber.

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Carpe Diem kann mich mal

24.11.2017

 

Kennst du es auch? Dieses Gefühl, dass man nutzlos ist. Dass man dahin lungert und rum vegetiert. Dass man irgendwie nicht dazu passt, weil man nicht mit rennen kann. Weil man dies und das nicht schafft - diese zehntausend Dinge, die man als normaler, gesellschaftsfähiger Mensch nun mal so schaffen sollte pro Tag. Das Pflichtprogramm von Anfang an mit in die Wiege gelegt. Du bist ein Bürger, also musst du das tun. 

Man kleistert uns voll mit Therapien und Medikamenten, damit wir wieder funktionieren. Nicht falsch verstehen - Depression ist eine beschissene Erkrankung, und medizinische Hilfe ist sehr wohl überlebensnotwendig. Dennoch fragt man sich, ob es an der ein oder anderen Stelle nicht mal gut sein kann. Liegt man mal eine Woche auf der Couch, weil man einfach erschöpft ist, wird man schon gleich zur psychischen Gefahr der ganzen Nation. Wie kann man nur...

 

Ständig wird uns diese Angst eingeredet, dass wir ja etwas verpassen könnten, wenn wir dies oder jenes nicht täten. Und dass wir ja morgen vielleicht schon tot sein könnten und deswegen heute noch unbedingt alles erledigen sollten. Und dass wir doch jeden Moment genießen müssten - zwischen dem ganzen Alltags-Stress. Nur derjenige wird hochgelobt und bewundert, der seinen Tag mit allen erdenklichen Dingen voll packt und dabei auch noch grinsen und fliegen kann. Wow! 


Vielleicht täte es uns allen mal gut, loszulassen. Nein, du musst nicht zehntausend Dinge am Tag schaffen, nur weil es andere so handhaben oder von dir verlangen. Oder weil dir irgendwelche Carpe Diem-Prediger das einreden wollen. Ein "Nutze den Tag" darf nicht zu einem "Nutze dich aus" werden.

 

Ich tue das, was ich gerade tun kann. Und wenn ich den ganzen Tag an die Wand starre - dann ist es für heute mein Carpe Diem.

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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